Der erste Monat

Die Zeit verging sehr schnell, es gab enorm viel zu sehen und so sind die ersten 4 Wochen aus meiner Perspektive kaum noch zu überschauen. Mittlerweile sind Rudi und ich ein gut eingespieltes Team. Die vielen netten Mitreisenden hatten auch super Tipps auf Lager, so bin ich mit den besten Apps ausgestattet und finde allmählich immer mehr tolle Campingplätze, die zum Teil sogar kostenlos sind. Das ist ziemlich wichtig, denn die normalen Unterhaltskosten sind doch überraschend hoch. Manchmal verschätzt man sich aber auch und fährt dann 50 Kilometer ins Inland, nur um kostenlos zu campen. (Sprit kostet ca. 1.8 $, Rudi möchte 9.8 L pro 100 Kilometer und eine Campsite i.d.R 20 $ pro Nacht)
Doch auch diese Ausflüge bieten die Möglichkeit mal ganz weit ab vom eigentlichen Trouble zu sein und bringen immer neue Eindrücke mit. Heute Morgen habe ich z.B. noch die Robben am Meer beobachtet und am Abend bin ich nun an einem Stausee, der hinter einem riesigen Berg versteckt liegt. Den Berg hatte ich vom Meer noch gar nicht gesehen.
Insgesamt bin ich von den Mitmenschen sehr positiv überrascht, man kommt super schnell ins Gespräch, die Leute sind aufgeschlossen und durchweg freundlich. Das gilt sowohl für die Kiwis (Neuseeländer, ehemaligen Immigranten), als auch die ganzen anderen Touristen - etwas anders sind die Neuseeländer (Maori) diese gucken meist sehr düster drein, dies kann man evtl. verstehen, wenn man ihre Position genauer betrachtet. Übrigens, wer nach Neuseeland reist um weniger Deutsche zu sehen, der wird enttäuscht werden. Die Chance auf einen Tag ganz ohne die lieben Bundesbürger besteht eigentlich nur dann, wenn man keine Menschen trifft.